Grundsätze und Förderschwerpunkte
der Aidsarbeit

Weltweit gibt es Millionen Aidswaisen, die sich ohne Eltern durchschlagen müssen. Der Verlust der wichtigsten Bezugspersonen bedeutet für die Kinder meistens das Ende einer angemessenen Versorgung und Förderung. Kinder ohne Eltern sind besonders gefährdet, Opfer wirtschaftlicher Ausbeutung und sexueller Gewalt zu werden. Viele Kinder wurden bereits mit dem HI-Virus infiziert: noch im Mutterleib, bei der Geburt oder während der Stillphase wurde HIV auf das Kind übertragen. Diese Kinder benötigen besonderen Schutz.

Der KINDERaidsFONDS zielt auf die Milderung der Folgen von HIV/Aids für unmittelbar betroffene Kinder, deren soziales Umfeld und die Gesellschaften, in denen sie leben. Beginnend in Afrika werden Projekte unterstützt, die auf die umfassende Hilfe für Kinder und ihre Familien ausgerichtet sind.

Dies sind im Einzelnen Programme und Projekte mit den Schwerpunkten:
Betreuung von Aidswaisen
Pflege und Vorsorge
Therapie
Prävention und Aufklärung
Bildung und Ausbildung
Unterstützung und Koordination von Selbsthilfegruppen
Integrierte Programme (Prävention, Abbau von Stigmatisierung, Tests, Beratung, häusliche Pflege, Versorgung Schwerkranker, Waisen-Integration, Selbsthilfegruppen HIV-Positiver usw.)
Internationale und nationale Koordinierung der Aids-Arbeit

 

Ausrichtung der zu fördernden Programme und Maßnahmen:

1.

Programme und Beratungsangebote zur Integration von HIV/Aids-betroffenen Menschen, vor allem von Kindern

in die Gesellschaft durch Sensibilisierung, Familienorientierung und Maßnahmen zur
Entstigmatisierung und Entmystifizierung von HIV/Aids

2. Maßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos, vor allem bei Kindern durch umfassende Präventionsprogramme, durch Aufklärung über die Übertragungswege des HI-Virus und die Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstbestimmungsrechts von Mädchen und Frauen
3.

Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu Informationen über potentielle Pflege- und

Adoptionsfamilien, über Übertragungswege und Krankheitsverlauf, auch zur Überwindung falscher Vorstellungen über HIV/Aids für marginalisierte Bevölkerungsgruppen

4. Programme zur Integration der HIV/Aids-Arbeit in die Basisgesundheitsprogramme mit den Schwerpunkten:
Vorbeugung durch Präventionsprogramme
Gesundheitserziehung in Schulen und Gemeinden
Betreuung von Kinderhaushalten, Waisenkindern und Pflegefamilien nach dem home-based-care-Prinzip
Behandlung von opportunistischen Infektionen (z.B. Tuberkulose) und Unterstützung von anti-retroviraler Behandlung
Zusammenarbeit mit Gemeinden, staatlichen Gesundheitsbehörden zur Stärkung von sozialen
Gruppen
5. Maßnahmen, die den Zugang zu zusätzlichen lokalen und internationalen Ressourcen ermöglichen, durch Förderung der Lobbyarbeit lokaler, nationaler und internationaler Netzwerke und des Informationsaustausches von staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren

 

 

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